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Naturbelassene Tonerden zur innerlichen und äußerlichen Anwendung Es gibt Heilerde, Lavaerde, verschiedenfarbige Tonerden, Mineralerden......., doch was sind die Unterschiede, gibt es überhaupt Unterschiede?
Allen gemein ist, dass sie in der letzten Eiszeit entstanden sind, als Gletscher Felsen und Gestein zu feinem Gestein zermahlen haben. Die Erden bestehen aus Löss, dieser mineralogisch betrachtet aus Quarz, Kalk, Mineralien, Spurenelementen und Tonerde - Silikaten.
Die verschiedenen Tonerden werden je nach Struktur und geologischer Herkunft unterteilt - so sind die gängigsten Kategorien: die Illite ( Ablagerungstonerden - vom Wind zusammengetragen ), die Kaolinite ( aus der Zersetzung von Feldspat stammend ) und die Montmorillonite ( aus dem Verfall von Eruptivgestein entstanden ).
Als Heilerde darf in Deutschland ausdrücklich nur die Erde von der Firma Luvos bezeichnet werden, da nur sie die Arzneimittelzulassung besitzt - alle anderen Tonerden dürfen nur als Kosmetikum oder als Nahrungsergänzungsmittel deklariert werden. Aussagen zu heilenden Wirkungen der Tonerde ohne Arzneimittelzulassung sind gesetzlich verboten. Für geprüfte Qualität, Keimfreiheit und Naturbelassen- heit garantiert jedoch auch bei ihnen das deutsche Lebensmittelgesetz.
Die genaue Zusammensetzung der Heil,- bzw. Tonerden ist abhängig vom Abbaugebiet. Grundsätzlich sind fast alle essenziellen Mineralstoffe und Spuren- elemente in Tonerden zu finden. Sie sind reich an Kieselsäure, Kalzium, Kalium, Eisen, Magnesium und Aluminium, um nur einige zu nennen, sowie wichtigen Spurenelementen wie Selen, Zink, Fluor, Kupfer.
Der Gesteinsstaub, aus dem die Erden bestehen, setzt sich aus winzigen Körnchen zusammen, die zum Teil nur einen tausendstel Millimeter groß sind. Zu- sammengenommen besitzen sie eine riesige Oberfläche. Ein Teelöffel Heil,- bzw Tonerde hat z. B. eine Oberfläche von ca. 100 Quadratmetern.
Die unregelmäßige und zerklüftete Oberflächenstruktur der Heilerden kann andere Teilchen wie z. B. Gifte, Gase oder Bakterien aufnehmen und an sich binden - man spricht hier von Sorptionsvermögen -, die dann auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden oder, bei äußerlicher Anwendung der Erden, wieder abgewaschen werden. ( Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme kann die Sorptionsfähigkeit der Erden jedoch sehr unerwünscht sein! Fragen Sie ihren Arzt, ob und in welchem zeitlichen Abstand die Einnahme erlaubt ist. )
Außerdem verfügen die Erden über eine kapillare Saugkraft, d. h. Wasser steigt in die Hohlräume der Erdpartikel. Je feinkörniger die Erde, desto mehr Flüssigkeit wird aufgesaugt, was aber auch heißt, dass weniger Flüssigkeit durchgelassen wird.
Für den vielfältigen Anwendungsbereich der Erden ist es somit wichtig, dass Saugkraft und Wasserdurchlässigkeit im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Grundsätzlich sollte für äußerliche Anwendungen eher eine grobkörnigere Heil,- bzw. Tonerde verwendet werden.
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